Kulturreihe: "Bürger machen"

Foto: Philipp Röger
Foto: Philipp Röger
Foto: Philipp Röger
Foto: Philipp Röger

Eine Stadt wäre nichts ohne ihre Bürger. Das Kulturamt der Stadt Günzburg rückt daher die Günzburger ganz bewusst in den Mittelpunkt des Geschehens. Die Einwohner können, als Teil der dreiteiligen „Bürger“-Projektreihe, aktive Akteure in der Günzburger Kulturlandschaft sein und so mehr über ihre eigene Geschichte und die der Stadt erfahren.


2019 fiel der Startschuss unter dem Motto „Bürger machen Kultur“. Geboten wurde unter anderem eine Ausstellung des Kunstvereins Off-Art im Forum am Hofgarten mit einer modernen Lichtinstallation, ein Vortrag über die Entwicklung des Bürgertums und eine Sonderausstellung zu Günzburger Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts im Heimatmuseum.


2020 beginnt der zweite Teil der Projektreihe: „Bürger forschen“. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Die Stadtgeschichte, „der Günzburger“ und seine Identität sollen bei diesem Veranstaltungsprogramm die Hauptdarsteller sein. Geplant ist ein Stadtlabor, in dem Einwohner nach Spuren aus der (eigenen) Vergangenheit suchen können. Ein Fotoprojekt wird beleuchten, wie es in Günzburger Wohnzimmern aussieht und auch das Heimatmuseum beteiligt sich wieder an dem facettenreichen Programm. Die Bürger dürfen also gespannt sein. Los geht`s im Oktober 2020.


2021 steht dann ganz im Zeichen der Städtepartnerschaften, deren Jubiläen gefeiert werden. Seit 1981 ist Lannion die französische Partnerstadt Günzburgs. Die Verbindung zwischen der Großen Kreisstadt und dem tschechischen Ort Sternberk reicht sogar bis in die 1950er Jahre zurück, 2011 wurde eine Städtepartnerschaft aus diesem jahrelangen Zusammenhalt. Der Titel der Projektreihe „Bürger machen Europa“ verrät schon, dass es hierbei um Fragen rund um die europäische Vereinigung geht und warum diese heutzutage so wichtig ist.

Termine zu „Bürger machen Kultur“ 2019

Foto: Karin Scheuermann
Foto: Felicitas Macketanz
Foto: Karin Scheuermann

"Bürger machen Kultur. Günzburg im 19. Jahrhundert"

Das 19. Jahrhundert hat keinen guten Ruf in der Geschichte Günzburgs: Nach 500 Jahren unter habsburgischer Herrschaft, in denen die Stadt Hauptort der Markgrafschaft Burgau gewesen war, verlor Günzburg ab 1806 unter der bayerischen Krone an Zentralität. Ein genauer Blick auf das sogenannte bürgerliche Jahrhundert in der Donaustadt zeigt aber, dass es die Bürger waren, die dem politischen wie wirtschaftlichen Bedeutungsverlust beeindruckende kulturelle Initiativen entgegenstellten. Von den Mitgliedern des Theatervereins über den kunstsammelnden Arzt bis hin zum komponierenden Pfarrer präsentieren sich in der Ausstellung zahlreiche Günzburger Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts und demonstrieren: Bürger machen Kultur – Kultur macht Bürger.


Die Ausstellung kann noch bis 5. April 2020 zu den Öffnungszeiten des Museums im Günzburger Heimatmuseum besichtigt werden.

Tipp: Im Museum werden spezielle Themenführungen angeboten. Beachten Sie dazu bitte die aktuellen Termine in unserem Veranstaltungskalender.